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Johannes wird geboren
Für Elisabet kam die Zeit der Niederkunft und sie brachte einen Sohn zur Welt. Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr. Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben. Seine Mutter aber widersprach ihnen und sagte: Nein, er soll Johannes heißen. Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt. Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle. Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb zum Erstaunen aller darauf: Sein Name ist Johannes. Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen, und er redete und pries Gott. Und alle, die in jener Gegend wohnten, erschraken und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa. Alle, die davon hörten, machten sich Gedanken darüber und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Read more »
Wir werden im Dezember
Uns mit zwei Dingen beschäftigen: dem Konzil und mit dem hl. Johannes d. Täufer. Gerade in der Auseinandersetzung mit Traditionalisten ist es wichtig, die Konzilstexte so einigermaßen zu kennen (sie genau zu kommentieren kann und möchte ich mir momentan nicht erlauben, da ich wenig Zeit habe), und auch gewisse Hintergründe zu erschließen. Es ist nämlich durchaus doktrinell, das sage ich hier nochmals ganz eindeutig.
Gleichzeitig möchte ich mich ein wenig (und eher punktuell) mit Johannes dem Täufer beschäftigen, eine der zentralen Personen der Adventszeit. Soweit fürs Erste.
Vom Umgang miteinander
Ich hänge in letzter Zeit häufig auf GloriaTV (GTV) rum, um verschiedene Beiträge zu lesen und mich einzubringen in den jeweiligen Threads. Und man bemerkt nicht nur schnell, dass dort sehr viel gemobbt wird, es kann auch gefährlich dort werden.
Da lobe ich mir tatsächlich Jesus.de. Da wird deutlich liebevoller miteinander umgegangen. Ich für meinen Teil habe mich entschieden dem entgegenzutreten – gemeinsam mit anderen Usern – denn so kann es nicht weiter gehen. Ich lese ferner weiter in dem Buch über dominikanische Spiritualität, und warte auf meine Arbeitsschicht.
Weltbild
Ich wurde heute von einem Bundesbruder gefragt, warum ich nichts zum Weltbild geschrieben habe. Zur Info: zur Weltbildgruppe gehört nicht nur der Weltbildverlag, sondern auch Hugendubel. Was soll man denn nun dazu sagen, wenn ein Rechtsverstoß so offensichtlich ist, und es mich offen und ehrlich gesagt nicht einmal peripher interrsiert? Titel wie das “Schlampeninternat” sind eindeutig pornographisch. Das muss die Weltbildgruppe klar eingestehen. Das Gutheißen von Pornographie ist nicht katholisch. Was soll ich da also noch dazu schreiben? Meisner und Marx sprechen da Klartext. Zollitsch hat bisher (soweit ich weiß) geschwiegen. Das kann nicht sein. Aber ich für meinen Teil muss zu dieser Sache nichts mehr sagen. Sie spricht für sich. Beten wir für unsere Bischöfe um Weisheit, Rechtgläubigkeit und Erkenntnis. Grüße, Simon
Erkältet und müde
Sind die zwei Adjektive, mit denen man meinen Zustand ziemlich gut erklären kann. Ich bin beeindruckt von dem Jugendgebetbuch zum Youcat.
Für 10€ bekommt man doch einen recht großen Gebetschatz (nicht nur neue Gebete, sondern auch alte, bspw. von Therese von Lisieux). Grundsätzlich kann man gut mit ihm beten. Hiermit empfehle ich dieses Buch wirklich weiter. Wie geht es mir sonst so? Das Memorandum hat die theologische Fakultät noch fest im Griff. Nicht zu sehr unter den Dozenten (meine Dozentin in Pastoraltheologie lehrt einfach ihr Fach, eine Unverschämtheit *Ironie aus*). Aber unter den Kommilitonen ist es doch Thema. Ich selbst halte mich da einfach raus. Mir ist dieses Thema zu blöd, und ich selbst kann daran auch wenig ändern (wenn ich gefragt werde, teile ich schon meine Meinung mit). Zumal ich wie gesagt im Moment krank bin und einfach meine Stimme schonen möchte. Trotzdem macht mir das Studium momentan Spaß, auch wenn ich schwer aus dem Bett komme.
Nächste Woche beginnt der Advent (Juhu!), und ich darf bei uns in der Verbindung wieder mal jeden Mittwoch der Laudes vorstehen, das ist doch mal was
Ich wünsche euch eine schöne Zeit,
Simon
Jahr des Glaubens ausgerufen!
Im Zusammenhang mit der Ausrufung des Glaubensjahres 2012 möchte ich im Laufe des Jahres verschiedenste Artikel zum Thema “Glauben” veröffentlichen. Dies wird nicht programmatisch, aber überlegt stattfinden, und zwar nicht nur mit meiner Stimme, sondern auch mit evangelischen, orthodoxen, agnostischen, atheistischen buddhistischen und jüdischen Stimmen ablaufen (sofern die Autoren, die ich im Blick habe, zusagen). Grundfragen sind: Was ist Glaube? Wie lebe ich Glauben? Was bedeutet Glaube für mich? Warum verneine ich Glauben? Nicht glauben können? Neue Wege zum Glauben.
Die Sache mit der Wahrheit
Tobi schreibt auf seinem Blog über Wahrheit und Weltbilder. Heute um 19:30Uhr bin ich genau zwei Jahre in einer Kirche, die den absoluten Wahrheitsanspruch noch heute vertritt. Es wird Zeit, sich mit der Wahrheitsfrage auseinanderzusetzen. Wahrheit wird heute regelmäßig in der Gegenwart verwendet. Meist in Zusammenhang, oder als Synonym zu Realität. Doch zunächst einmal hat der Begriff Wahrheit diese Bedeutung nicht. Wahrheit ist ein Begriff aus der philosophischen Logik. Die Aussage des Parmenides in seiner logischen Beweisführung, dass es keine Bewegung gäbe, ist in seinem Paradigma wahr. Also der Philosophische Satz:
Unter diesen Prämissen gibt es keine Bewegung.
Ist eine wahre Aussage. Aber sie ist eben nicht richtig. So betrifft Wahrheit hier die Schlussfolgerung einer Argumentation. Und die Realität betrifft in diesem Zusammenhang die Prämissen. Parmenides bewegt sich mit seiner Argumentation innerhalb des Bereiches der subjektiven Wahrheit. Unter seinen Vorraussetzungen ist seine Aussage wahr. Nimmt man hingegen andere Vorraussetzungen kommt man zu einem anderen Ergebnis, und seine Aussage wird zur falschen Aussage. Treffen philosophische und reale wahre Sätze zusammen, bilden sie (auf Grund des Satzes vom Widerspruch) eine objektive Wahrheit. Die relativistische Aussage, dass es keine Wahrheit gibt, trifft insofern zwar zu, dass ich alles negieren kann, letztlich meine eigene Entität, verstößt aber letztlich durch ihre Gedankengebäude gegen die Grundlage des wissenschaftlichen Arbeitens, Ockhams Rasiermesser. Es ist also logischer anzunehmen dass ich bin, als anzunehmen dass ich nicht bin. Die Aussage, dass ich nicht bin, bedarf einer ausführlichen Begründung. So jetzt aber zurück zur Wahrheit. Man kann a priori und a posteriori also annehmen dass es eine objektive Wahrheit gibt. Geht man von einem göttlichen Wesen aus (man kann diese Aussage selbstverständlich auch negieren), muss sie zwangsläufig 1. eine objektive Wahrheit sein (sie kann sich nicht in den Bereich der subjektiven Wahrheit begeben auf Grund ihrer Göttlichkeit) 2. die absolute objektive Wahrheit (sonst gäbe es etwas göttlicheres als göttlich), und 3. die einzige objektive Wahrheit sein (zwei göttliche, objektive Wahrheiten negieren sich gegenseitig).
Hier kommen wir auf den Kern des Problems zu sprechen: mit der Wahrheit an sich hat die Sozialisierung nichts zu tun. Mein Empfinden gegenüber einer Entität sagt nichts über deren Wahrheit aus. Meine Vorstellung über eine objektive (!) Wahrheit sagt nichts darüber aus, ob diese Vorstellung der Wahrheit vielleicht etwa wahr (s.o: subjektive Wahrheit), aber richtig ist. Objektive Wahrheit ist jedoch vermittelbar, unter den Vorraussetzungen verifizierbar und wahrnehmbar. Unter dieser Vorraussetzung ist die Botschaft von Jesus Christus also wahr und richtig. Sie ist zwar unterschiedlich wahrnehm- und interpretierbar, hat sich aber letztlich an deren Objekt in ihrer Realität zu bestätigen. Der Rückgriff auf die Objektivität ist machbar durch Gebet, Schrift und Tradition (auch im evangelischen Bereich
).
So kann ich zwar durchaus annehmen, dass Jesus ein schwuler Bill Clinton Typ war, der auf Grund höherer gesellschaftlicher Akzeptanz als jüdischer Rabbi aber trotzdem eine Frau geheiratet und mit ihr 30 Kinder hatte, und mit seinem göttlichen Laserstrahl tatsächlich die neunte Legion des römischen Reiches auslöschte (ha, von wegen die Pikten!), betrachte aber dann die Schrift als historische Quelle, die Tradition als verlässliche Zeugenstimme und bete vielleicht auch mal die ein oder andere Stelle des Neuen Testamentes, dann wird klar, dass diese Aussagen meiner subjektiven Wahrheit wohl doch der Objektivität weichen müssen. Dann muss aber – folgerichtig und zwangsläufig – auch unser langhaariger Sandalenjesus aus unseren Gedanken fliehen.